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nebennieren hintergrundinformationen

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Die Nebennieren sind walnussgrosse  Organe oben auf den Nieren. Sie  kontrollieren Funktionen der Organe und Drüsen. Ihre  Hormone  beeinflussen die Verteilung gespeicherter Fette, die Regulierung des Blutzuckers, die ordnungsgemäße Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und des Verdauungstraktes.
Nach der Lebensmitte werden in den Nebennieren die meisten Sexualhormone produziert. Diese Hormone haben Einfluss, was wir denken und fühlen. Die zahlreichen physischen, emotionalen und psychologischen Auswirkungen reichen  vom Ausmaß der Libido bis zur Tendenz, zuzunehmen.

Das bekannteste Nebenniernhormon Cortisol wird gerne als Stresshormon bezeichnet, ist jedoch eher eine Art Aktivitätshormon, das die Energieversorgung des Körpers an die äußerlichen Erfordernisse anpasst. Morgens geht der Cortisolspiegel hoch, um uns in die Tagesaktivität zu bringen, zum Abend sinkt der Spiegel, damit wir uns auf die Nachtruhe einstellen. Die entzündungshemmende Wirkung von Cortisol minimiert die negativen  Auswirkungen von Alkohol, Medikamenten, Nahrungsmitteln und Erregern aus der Umwelt.

Unsere Nebennieren sind nahezu erschöpft, wenn wir ständigem Stress unterworfen sind. Für unsere Leistungsfähigkeit konsumieren wir tagsüber Nikotin oder Koffein (Energy-Drinks) und am Abend Schlafmittel oder Alkohol für die nötige Ruhe und Entspannung. Kurzfristig ist das für den Körper kein Problem, aber langfristig entsteht ein Teufelskreis – es werden immer weniger Hormone hergestellt und wir greifen immer mehr zu vielerlei Mittelchen. Je chronischer eine Erkrankung ist, desto schwächer ist bei den Betroffenen die Reaktion der Nebennieren. Dauerentzündungen, Autoimmunerkrankungen und Burnout sind die Folge.

Schwächung der Nebennieren

  • Schlafmangel (langes Wachbleiben, auch wenn man müde ist)
    Eine beständige Situation der Machtlosigkeit, wie das längere Aushalten einer Zwickmühlensituation
  • Ein starkes emotionales Trauma wie der Tod oder die Trennung von einer nahestehenden Person
  • Langwierige, wiederkehrende Infektionen, Operationen, von denen man sich nicht wieder vollständig erholt
  • Chronische Infektionen wie Borreliose, Eppstein-Barr-Virus, Herpes simplex und Zoster Virus

Was Sie tun können

  • Gehen Sie möglichst vor 22.00 Uhr ins Bett zu gehen.
  • Fahren Sie das System am Abend herunter. Meiden Sie  Aufregungen und Unfrieden.
  • Schlafen Sie möglichst oft bis 9.00 Uhr.
  • Stressfaktoren, Energieräuber und ungesunde Lebensführung soweit wie möglich abstellen  bzw. minimieren.

Werden  die Nebennieren gestärkt, erhalten auch alle anderen Drüsen im Körper Power. Wir verbessern somit die gesamte Hormonbalance.

Diagnose und Therapie

Diagnostiziert wird die Nebenniereninsuffizienz durch einen  Speicheltest.
Die Therapie erfordert eine medikamentöse Begleitung. Zunächst wird über eine sanfte naturheilkundliche Stimulation der hormonellen Steuerungsachse und der Nebennieren die körpereigene Cortisol- Produktion gesteigert. Auf der Mikronährstoffebene sollte auf eine ausreichende Versorgung durch Vitamin B-Präparate, Vitamin C, Magnesium, Probiotika und Enzyme  geachtet werden. Achtung, es bestehen Interaktionen von Nebenniere und Schilddrüse. Bevor man eine Schilddrüsenunterfunktion behandelt, sollte man auf jeden Fall vorher die Nebenniere betrachten und ggf. behandeln.

Ich berate Sie gerne in der Hormonsprechstunde.